Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: Mai 2026

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge, Leistungen und Termine zwischen

Burak Inkaya
Heilpraktiker für Psychotherapie (sektoral, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz), M.Sc. Psychologe, Supervisor
Praxis für Beratung, Therapie und Supervision „therapie-inkaya“
Chausseestraße 51, 10115 Berlin
E-Mail: termine@therapie-inkaya.de · Telefon: +49 151 66778801
(nachfolgend „Praxis“ oder „Therapeut“)

und der Klientin/dem Klienten (nachfolgend „Klient:in“).

(2) Abweichende oder ergänzende Bedingungen der Klient:in werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Therapeut stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

(3) Die AGB gelten in ihrer jeweils zum Zeitpunkt der Terminbuchung gültigen Fassung.

§ 2 Leistungsumfang und Hinweise zur Tätigkeit

(1) Der Therapeut erbringt Leistungen im Rahmen seiner sektoralen Heilkundeerlaubnis als Heilpraktiker für Psychotherapie. Dies umfasst insbesondere psychotherapeutische Beratungs- und Behandlungsgespräche, psychologische Unterstützung in Belastungs- und Krisensituationen sowie begleitende Gespräche zur persönlichen Entwicklung.

(2) Der Therapeut ist kein approbierter Arzt und kein approbierter Psychologischer Psychotherapeut im Sinne des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG). Eine ärztliche Diagnostik, Verordnung von Medikamenten oder Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ist nicht Gegenstand der Leistung.

(3) Die Behandlung ersetzt keine ärztliche oder psychiatrische Behandlung. Bei Verdacht auf eine akut behandlungsbedürftige Erkrankung, bei akuter Suizidalität oder Fremdgefährdung wird der Therapeut die Klient:in an entsprechende Stellen (Arzt, Klinik, Notruf 112, Berliner Krisendienst) verweisen.

(4) Ein konkreter Behandlungs- oder Heilungserfolg kann aus fachlichen und rechtlichen Gründen nicht zugesichert werden. Der Therapeut schuldet eine Leistung nach den anerkannten Regeln seines Berufsstandes, nicht aber einen bestimmten Erfolg (Dienstvertrag gemäß §§ 611, 630a ff. BGB).

(4) Supervision: Zusätzlich zur psychotherapeutischen Tätigkeit nach HPG bietet der Therapeut Supervision für Einzelpersonen und Gruppen aus psychosozialen, pädagogischen und beratenden Berufsfeldern an. Supervision dient der professionellen Reflexion beruflichen Handelns und ist keine Heilbehandlung im Sinne des § 4 Nr. 14 UStG. Für Supervision gelten die in § 4 und § 5 dieser AGB gesondert ausgewiesenen Regelungen.

§ 3 Zustandekommen des Vertrages / Online-Terminbuchung

(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Terminanfrage dar.

(2) Durch das Absenden der Online-Terminbuchung gibt die Klient:in ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Behandlungsvertrages ab. Voraussetzung hierfür ist die Bestätigung dieser AGB durch Setzen des entsprechenden Häkchens.

(3) Der Vertrag kommt mit Zugang der Terminbestätigung per E-Mail durch den Therapeuten zustande. Eine automatische Eingangsbestätigung stellt noch keine Annahme des Angebots dar.

(4) Die Klient:in versichert mit der Buchung, dass sie volljährig und geschäftsfähig ist. Bei Minderjährigen ist die schriftliche Einwilligung der/des Sorgeberechtigten vor dem ersten Termin vorzulegen.

§ 4 Honorar und Zahlungsbedingungen

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website ausgewiesenen Honorare. Psychotherapeutische Heilbehandlungen nach dem Heilpraktikergesetz sind gemäß § 4 Nr. 14 Buchst. a UStG von der Umsatzsteuer befreit. Für Supervisionsleistungen wird gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

(2) Das Honorar ist, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde, unmittelbar nach der jeweiligen Sitzung in bar, per EC-Karte oder per Überweisung innerhalb von 7 Tagen ab Rechnungsdatum zur Zahlung fällig.

(3) Kommt die Klient:in mit der Zahlung in Verzug, ist der Therapeut berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) sowie Mahngebühren in angemessener Höhe zu berechnen.

(4) Die Leistungen des Heilpraktikers für Psychotherapie werden in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Eine teilweise Kostenerstattung durch private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen ist möglich, erfolgt jedoch ausschließlich im Verhältnis zwischen Klient:in und Versicherer. Eine Kostenzusage sollte vor Behandlungsbeginn eigenverantwortlich eingeholt werden.

(5) Elektronische Rechnungsstellung: Die Klient:in willigt mit der Buchung ausdrücklich ein, dass Rechnungen ausschließlich in elektronischer Form (als PDF-Datei per E-Mail an die bei der Buchung angegebene E-Mail-Adresse) übermittelt werden. Die Rechnungsstellung erfolgt über den Dienstleister Haufe-Lexware GmbH & Co. KG (lexoffice), mit dem ein Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO besteht. Die Klient:in kann diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen; in diesem Fall erfolgt die Rechnungsstellung per Post, wobei ein angemessener Aufwand in Rechnung gestellt werden kann.

§ 5 Absage, Nichterscheinen und Ausfallhonorar

(1) Vereinbarte Termine sind verbindlich. Die Klient:in wird gebeten, Termine, die sie nicht wahrnehmen kann, so früh wie möglich abzusagen oder zu verschieben.

(2) Rechtzeitige Absage (mindestens 24 Stunden vor Terminbeginn) – volle Rückerstattung

Eine Absage oder Verlegung ist kostenfrei möglich, sofern sie spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Terminbeginn beim Therapeuten eingeht. Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit ist der Zugang der Absage über das Online-Stornierungsformular des Buchungskalenders, hilfsweise per E-Mail oder Telefon.

Wurde das Honorar bereits im Voraus gezahlt (z. B. per Online-Zahlung im Buchungskalender), wird der vollständige Betrag unverzüglich und vollständig zurückerstattet. Die Rückerstattung erfolgt auf demselben Zahlungsweg, den die Klient:in bei der ursprünglichen Buchung verwendet hat (z. B. Rückbuchung auf dieselbe Kredit- oder Debitkarte, dasselbe PayPal-Konto, dieselbe Bankverbindung). Für die Rückerstattung fallen für die Klient:in keine zusätzlichen Entgelte an.

(3) Verspätete Absage oder Nichterscheinen – Ausfallhonorar von 60 %

Wird die 24-Stunden-Frist nicht eingehalten – also bei Absage später als 24 Stunden vor Terminbeginn oder bei Nichterscheinen zum Termin (No-Show) – gilt automatisch Folgendes:

  • Es fällt ein Ausfallhonorar in Höhe von 60 % des vereinbarten Sitzungshonorars an. Dieses Ausfallhonorar wird ohne gesonderte Mahnung oder weitere Zustimmung der Klient:in automatisch fällig.
  • Wurde das Honorar bereits im Voraus gezahlt, wird das Ausfallhonorar in Höhe von 60 % unmittelbar und ohne weitere Erklärung vom gezahlten Betrag einbehalten. Lediglich der verbleibende Anteil in Höhe von 40 % wird der Klient:in auf demselben Zahlungsweg zurückerstattet.
  • Wurde das Honorar noch nicht gezahlt, wird das Ausfallhonorar der Klient:in in Rechnung gestellt und ist innerhalb von 7 Tagen ab Rechnungsdatum zur Zahlung fällig.

Mit der Buchung und Annahme dieser AGB stimmt die Klient:in dem automatischen Einbehalt bzw. der Inrechnungstellung des Ausfallhonorars bei verspäteter Absage oder Nichterscheinen ausdrücklich zu.

(4) Ausnahme in Härtefällen

Das Ausfallhonorar entfällt nur dann, wenn die Klient:in nachweist, dass ihr die rechtzeitige Absage aus einem von ihr nicht zu vertretenden Grund (z. B. plötzliche, ärztlich attestierte Erkrankung, Unfall) nicht möglich war. Ein entsprechender Nachweis (z. B. ärztliches Attest) ist unaufgefordert und innerhalb von 7 Tagen nach dem ausgefallenen Termin in Textform vorzulegen.

(5) Rechtsnatur des Ausfallhonorars

Das Ausfallhonorar ist keine Gegenleistung für eine Behandlung, sondern ein pauschalierter Schadensersatz für die vergebens vorgehaltene Behandlungszeit. Der Klient:in bleibt der Nachweis gestattet, dass ein Schaden nicht oder in wesentlich geringerer Höhe entstanden ist.

(6) Verspätetes Erscheinen

Erscheint die Klient:in verspätet zum Termin, verkürzt sich die Sitzungsdauer entsprechend; das volle Honorar bleibt geschuldet.

(6) Sonderregelung für Supervisionsleistungen – Absage 7 Tage vorher

Abweichend von den Absätzen (2) bis (4) gilt für gebuchte Supervisionstermine eine verlängerte Stornofrist: Eine Absage oder Verlegung ist kostenfrei möglich, sofern sie spätestens 7 Tage vor dem vereinbarten Terminbeginn beim Therapeuten eingeht. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen fällt ein Ausfallhonorar in Höhe von 60 % des vereinbarten Honorars an. Im Übrigen gelten die Regelungen dieses § 5 entsprechend.

§ 6 Verhinderung des Therapeuten

Ist der Therapeut aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit, unvorhergesehene Ereignisse) an der Durchführung eines Termins gehindert, wird er die Klient:in unverzüglich informieren. Bereits gezahlte Honorare werden entweder auf einen Ersatztermin angerechnet oder unverzüglich erstattet. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen, soweit der Therapeut die Verhinderung nicht zu vertreten hat.

§ 7 Mitwirkungspflichten der Klient:in

(1) Die Klient:in ist gehalten, dem Therapeuten alle für die Behandlung relevanten Informationen wahrheitsgemäß und vollständig mitzuteilen, insbesondere bestehende Vorerkrankungen, aktuelle oder frühere ärztliche/psychotherapeutische Behandlungen sowie die Einnahme von Medikamenten.

(2) Änderungen der Kontaktdaten sind unverzüglich mitzuteilen.

(3) Die Klient:in verpflichtet sich, während der Sitzungen nicht unter dem Einfluss berauschender Mittel (Alkohol, Drogen) zu erscheinen. Der Therapeut behält sich vor, Sitzungen in solchen Fällen abzubrechen; in diesem Fall ist das volle Honorar geschuldet.

§ 8 Online- und Telefonsitzungen

(1) Sitzungen können nach Vereinbarung auch per Video (über einen datenschutzkonformen Anbieter) oder per Telefon stattfinden.

(2) Die Klient:in ist für eine stabile Internet- und Telefonverbindung, eine geeignete technische Ausstattung sowie einen ungestörten, vertraulichen Raum selbst verantwortlich. Technische Störungen auf Seiten der Klient:in gehen nicht zu Lasten des Therapeuten.

§ 9 Schweigepflicht und Datenschutz

(1) Der Therapeut unterliegt der berufsrechtlichen Schweigepflicht. Alle im Rahmen der Behandlung bekannt gewordenen Informationen werden streng vertraulich behandelt.

(2) Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur mit ausdrücklicher schriftlicher Einwilligung der Klient:in oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung.

(3) Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß den Bestimmungen der DSGVO und des BDSG. Einzelheiten sind der Datenschutzerklärung der Praxis zu entnehmen.

§ 10 Widerrufsrecht für Verbraucher bei Fernabsatzverträgen

(1) Verbrauchern steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein Widerrufsrecht nach Maßgabe der §§ 355 ff. BGB zu.

(2) Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts: Das Widerrufsrecht erlischt bei Dienstleistungen, wenn der Therapeut die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen hat, nachdem die Klient:in dazu ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig ihre Kenntnis davon bestätigt hat, dass sie ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Therapeuten verliert (§ 356 Abs. 4 BGB).

(3) Wünscht die Klient:in, dass die Leistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, hat sie dies ausdrücklich zu verlangen. In diesem Fall hat sie bei Widerruf einen anteiligen Betrag für die bis zum Widerruf bereits erbrachten Leistungen zu zahlen.

(4) Eine ausführliche Widerrufsbelehrung sowie ein Muster-Widerrufsformular werden der Klient:in vor Vertragsschluss in Textform zur Verfügung gestellt.

§ 11 Haftung

(1) Der Therapeut haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen.

(2) Für leicht fahrlässig verursachte Sach- und Vermögensschäden haftet der Therapeut nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Die Haftungsbegrenzungen gelten nicht bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie bei Ansprüchen nach dem Produkthaftungsgesetz.

(4) Eine Haftung für den Eintritt eines bestimmten Behandlungserfolgs wird ausdrücklich nicht übernommen.

§ 12 Vertragsdauer und Kündigung

(1) Das Behandlungsverhältnis kann jederzeit von beiden Seiten beendet werden. Eine bestimmte Mindestzahl an Sitzungen wird nicht geschuldet, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

(2) Der Therapeut ist berechtigt, das Behandlungsverhältnis aus wichtigem Grund fristlos zu beenden, insbesondere wenn das für die Behandlung erforderliche Vertrauensverhältnis gestört ist, die Klient:in Mitwirkungspflichten grob verletzt oder das Honorar trotz Mahnung nicht gezahlt wird.

§ 13 Streitbeilegung

Der Therapeut ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG) teilzunehmen.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende verbraucherschützende Vorschriften des Staates, in dem die Klient:in ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.

(2) Erfüllungsort und – soweit gesetzlich zulässig – ausschließlicher Gerichtsstand ist Berlin.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

(4) Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

Burak Inkaya – Praxis therapie-inkaya, Berlin · Stand: Mai 2026